KOHLENHYDRATE

Kohlenhydrate haben in erster Linie die Aufgabe der Energiebereitstellung, diese ist nämlich aus Kohlenhydraten am schnellsten möglich. Dabei kommt dem in der Muskulatur und in der Leber gespeicherten „Glykogen" zentrale Bedeutung zu. Vor allem die Menge des im Muskel mobilisierbaren Glykogens ist im Ausdauersport ohne Zweifel ausschlaggebend für das Leistungsvermögen.

Die Bausteine aller Kohlenhydrate sind Zucker, die man, je nachdem wie viele Zuckereinheiten in einem Molekül verbunden sind, klassifiziert. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Arten von Nahrungskohlenhydraten:

KLASSIFIKATION VON NAHRUNGSKOHLENHYDRATEN
Monosaccharide: Glucose, Fructose, Galactose
Disaccharide: Saccharose, Laktose, Maltose
Polyole: Isolmalt, Sorbitol, Maltitol
Oligosaccharide: Maltidextrin, Fructo-Oligosaccharde
Polisaccharide: Amylose, Milopectin, Cellulose, Pectin, Hydrocolloid

Hier einige Kohlenhydratquellen der täglichen Ernährung:
Getreide und Getreideprodukten (Brot, Müsli, Reis, Nudeln, Haferflocken, Kartoffeln), Zucker, Obst und Gemüse.

Kohlenhydrate während dem Training:
Werden einfache Kohlenhydrate (flüssig, Konzentrationen von 4-8 %) während längeren Belastungen (>1h) aufgenommen, kann der Blutzuckerspiegel konstant gehalten und durch eine Ermüdung verzögert werden. Dies erreicht man durch Vermeidung von energetischen Engpässen, die den Körper unter anderem auch zur Verstoffwechslung von Gewebeproteinen zwingen, um die Zuckernachfrage zu stillen.

Kohlenhydrate nach dem Training:
Für eine schnelle Auffüllung der Muskelglykogenspeicher in den ersten 1-2 Stunden nach dem Training eignen sich am besten einfache Kohlenhydrate (Glucose, Saccharose), da in dieser Zeit die Kohlenhydrate am schnellsten in die Muskeln eingelagert werden können. Danach sollten komplexe Kohlenhydratträger bevorzugt werden.

1 Gramm Kohlenhydrate liefert 4,1 kcal Energie